Tierarztpraxis Kling-ErbeHund, Katze & Heimtier · Geisa

Kastration bei Hund, Katze und Kaninchen

Die Kastration ist einer der häufigsten Eingriffe in der Tierarztpraxis. Ob sie erlaubt und sinnvoll ist, regelt das Tierschutzgesetz – und es hängt von Tierart, Geschlecht und Lebensumständen ab. Wir beraten Sie gern individuell.

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Was sagt das Gesetz? Bei einer Kastration werden Organe entnommen – das ist nach § 6 Tierschutzgesetz grundsätzlich verboten. Erlaubt ist der Eingriff nur, wenn er im Einzelfall tierärztlich angezeigt ist, wenn er eine unkontrollierte Fortpflanzung verhindert oder – sofern keine tierärztlichen Bedenken bestehen – wenn er für die weitere Haltung des Tieres nötig ist. Deshalb prüfen wir bei jedem Tier, ob einer dieser Gründe vorliegt.

Katze

Für Freigänger-Katzen ist die Kastration dringend zu empfehlen – für Kater und Kätzinnen. Sie verhindert unkontrollierte Vermehrung und damit viel Tierleid. Kastrierte Kater streunen weniger, markieren seltener und geraten seltener in Revierkämpfe. Viele Gemeinden schreiben die Kastration von Freigängern inzwischen vor. Üblich ist ein Alter von etwa fünf bis sechs Monaten.

Hund

Beim Hund ist die Kastration kein Routineeingriff, sondern eine Entscheidung im Einzelfall. Sie ist angezeigt, wenn es einen medizinischen Grund gibt – zum Beispiel eine Gebärmuttervereiterung, Hodentumoren oder bestimmte Erkrankungen der Prostata – oder wenn eine unkontrollierte Vermehrung anders nicht zu verhindern ist. Sie kann auch Auswirkungen auf Stoffwechsel, Fell und Verhalten haben. Für manche Hunde kommt statt der Operation ein Hormonchip infrage, der die Wirkung einer Kastration für ein halbes oder ein ganzes Jahr nachahmt. Wir besprechen Gründe, Vor- und Nachteile und den richtigen Zeitpunkt ausführlich mit Ihnen.

Kaninchen und Meerschweinchen

Männliche Kaninchen und Meerschweinchen werden kastriert, damit sie mit Weibchen zusammenleben können – denn diese Tiere sollten nie allein gehalten werden. Bei Kaninchen-Weibchen senkt die Kastration das hohe Risiko für Gebärmuttertumoren. Nach der Kastration sind Böcke noch etwa sechs Wochen zeugungsfähig.

So läuft der Eingriff ab

  • Vorab untersuchen wir Ihr Tier gründlich, bei Bedarf mit Blutuntersuchung.
  • Hunde und Katzen kommen nüchtern – Kaninchen und Meerschweinchen dürfen und sollen fressen.
  • Der Eingriff erfolgt in Narkose, mit Wärme und Überwachung.
  • Meist kann Ihr Tier noch am selben Tag nach Hause.
  • Ein Body oder Halskragen verhindert das Belecken der Wunde, die Fäden werden nach etwa zehn Tagen kontrolliert.

Alles zur Vorbereitung und Nachsorge finden Sie in unserem Ratgeber Vor und nach der Operation.

Nach der Kastration sinkt oft der Energiebedarf. Um Übergewicht zu vermeiden, sollte die Futtermenge angepasst werden – unsere Ernährungsberatung hilft Ihnen gern.
Termin vereinbarenWir beraten Sie, ob eine Kastration für Ihr Tier angezeigt ist und wann der richtige Zeitpunkt ist.